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In unserer modern eingerichteten Praxis arbeiten wir auf höchstem zahnmedizinischem Niveau und nach dem neuesten Stand der Technik. Hier erwartet Sie ein sympathisches und kompetentes Team, das sich um die Gesundheit und Schönheit Ihrer Zähne kümmert. 

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Parodontitis

Eine schleichende Erkrankung des Zahnhalteapparates 

Der Zahnhalteapparat (Parodont), der unsere Zähne im Kieferknochen verankert, besteht aus unserem Zahnfleisch, dem Wurzelzement und den kollagenen Fasern.

Der Mund stellt das „Tor“ zu unserem Körper dar und ist damit Haupteintrittspforte für allerlei Krankheitserreger und Gifte.

Kommt es zu einer Infektion mit krankmachenden Erregern, die sich in an den Zähnen und vor allem in den Zahnfleischtaschen niederlassen und dort ihr „Unwesen“ treiben, sprechen wir von einer Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates).

Die meisten Parodontitis auslösenden Krankheitserreger sind Bakterien, die hochspezialisiert sind und deren Anwesenheit leicht übersehen werden kann, da sie die typischen Reaktionen einer Entzündung wie zum Beispiel Zahnfleischbluten und Anschwellen des Zahnfleisches durch die Abgabe spezieller Substanzen unterdrücken können.  So bleiben diese krankmachenden Bakterien häufig über einen sehr langen Zeitraum unerkannt und unbehandelt.

Vielen dieser Parodontitis-Bakterien konnte in der Vergangenheit nachgewiesen werden, dass sie ebenfalls eine immunbelastende Wirkung auf den gesamten Organismus haben. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass bei einer bestehenden Parodontitis die Einstellung mit Insulin bei Diabetikern (Zuckerkrankheit) erheblich erschwert war und die Blutzuckerwerte häufig sehr stark schwankten.

Die Entzündungsreaktion durch die krankmachenden Bakterien bleibt dem Immunsystem meist nicht verborgen und das Immunsystem entsendet in großer Anzahl Zellen der „Immunpolizei“ in die entzündeten Zahnfleischtaschen. Die Abwehrreaktion des Körpers einerseits, sowie die Aktivitäten der Parodontitis-Bakterien andererseits, führt letztlich zur Kieferknochen- und Zahnfleischzerstörung, dies wiederrum spiegelt sich in immer tiefer werdenden Zahnfleischtaschen wider.

Die Zahnwurzelnverlieren ihren natürlichen Halt im Knochen, da dieser immer weniger wird und auch sonst gesunde Zähne beginnen plötzlich zu wackeln und fallen aus.

Begünstigende Faktoren für die Entstehung einer Parodontitis können sowohl genetische Faktoren, Nikotingenuss, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), schlechte und/oder falsche Mundhygiene, unbehandelte Karies, Mundatmung, allgemeine Abwehrschwäche, unausgewogene Ernährung, Piercings und auch die Ansteckung durch den/die Lebenspartner/in sein.

Das Ziel der modernen Parodontitis-Behandlung besteht darin, durch mechanischeSäuberung (Scaling und Wurzelglättung) die krankmachenden Bakterienkolonien aus den Zahnfleischtaschen zu entfernen. Je nach Bakterienart kann hier auch eine chemische Entfernung (Antibiose) parallel zur mechanischen Behandlung sehr wirkungsvoll sein.

Im Anschluss an die Parodontitisbehandlung erwarten wir, dass sich an den bakterienfreien und glatten Wurzeloberflächendas Zahnfleisch wieder auf natürliche Weise anheften kann und es so zur Verkleinerung der Zahnfleischtaschen kommt, so dass ein erneutes Eindringen und Besiedeln mit krankmachenden Bakterien weitestgehend verhindert werden kann und die Zähne wieder Festigkeit im Kieferknochen zurückgewinnen können.

In speziellen Fällen, also dort wo besonders viel Knochen durch die Bakterien zerstört wurde, können wir nach individueller Abschätzung durch spezielle Schmelz-Matrix-Proteine den Knochen wieder aufbauen und auf diese Weise wieder Festigkeit der Zähne erreichen.

Parodontitis-Patientinnen und -Patienten, die wir behandelt haben, nehmen wir in unser 3-Monats-Recall-Programm auf, um zeitnah eine erneut aufflammende Infektion erkennen und diese rechtzeitig eindämmen zu können.

Im Vorfeld einer Parodontitis-Behandlung empfehlen wir die Durchführung eines Bakterientestes der Mundhöhle, um die „Gegner“, gegen die wir mit Ihnen zusammen ankämpfen wollen, genau zu identifizieren und bestmöglich eliminieren zu können.

Bei Patientinnen und Patienten, die eine sogenannte „Aggressive Verlaufsform“ der Parodontitis zeigen (Infektion der Zahnfleischtasche mit besonders aggressiven Bakterien), empfehlen wir die gleichzeitige Bakterientestung bei/m Lebenspartner/in. Dies soll eine erneute Ansteckung durch Parodontitis-Bakterien im privaten Bereich verhindern.

In unserer Praxis untersuchen wir bei jeder zahnärztlichen Vorsorge generell auch die Zahnfleischtaschen und erheben Ihr persönliches Risiko fürdas Entstehen einer Parodontitis.

Bei Fragen zur Parodontitis sprechen Sie uns an!